Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Professionalisierung durch Coaching

„Coaching bietet einen unabhängigen Reflexionsraum, in dem
die äußeren Karrierebedingungen in Einklang mit der eigenen
Biografie und Persönlichkeit gebracht werden können."

(
Mirjam Müller, 2018)

Zielstellung

In wissenschaftlichen Führungspositionen sind Frauen trotz ausgezeichneter Qualifikation und hoher Motivation noch immer deutlich unterrepräsentiert.
Bei einem Aufstieg in wissenschaftliche Führungspositionen an Hochschulen stoßen sie nach wie vor auf Barrieren.

Mit dem Format „Professionalisierung durch Coaching“ wird im Zuge einer systematischen Personalentwicklung in der Wissenschaft ein Angebot zur individuellen Karriereplanung von Wissenschaftlerinnen entwickelt. Das Programm fördert Doktorandinnen, Postdoktorandinnen und Professorinnen mit Blick auf eine international konkurrenzfähige Qualifizierung als Forschende und Führungskräfte.

Sie werden dabei unterstützt, ihre Potentiale zu identifizieren, zu entfalten und Chancen optimal zu nutzen. Dabei spielt auch die Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Laufbahn eine wichtige Rolle. Fragen des Aufbaus und der Genese von professioneller Identität als Wissenschaftlerin bzw. Hoch- schullehrerin stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie vielfältige Aspekte zur Bewältigung der spezifischen Qualifikationsanforderungen und der weiteren Lebens- und Karriereplanung.

Promovierende, promovierte sowie habilitierende Wissenschaftlerinnen werden dabei gefördert, den Weg in die Professur, in eine Leitungsposition
im Universitätsmanagement oder in eine außeruniversitäre Forschungsein- richtung erfolgreich zu realisieren. Das Projekt setzt an den individuellen Ausgangssituationen der Wissenschaftlerinnen an, um sie auf ihrem Karriereweg zu unterstützen.

Format

Coaching versteht sich hier als professionelles, ziel- und prozessorientiertes Beratungsverfahren und fokussiert daher auf das individuelle Coaching von einzelnen Wissenschaftlerinnen.  
Das Progamm besteht aus bis zu fünf individuellen Sitzungen inklusive einer Einführungssitzung, die sich auf maximal ein Jahr erstrecken sollen.
Die Projektkoordination vermittelt in Absprache mit den Teilnehmerinnen die Coaches; eine individuelle Terminvereinbarung zwischen Coach und Coachee ist möglich.

Zielgruppen

Zielgruppen für das Programm "Professionalisierung durch Coaching" sind alle Wissenschaftlerinnen an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

a)    Doktorandinnen
b)    Postdoktorandinnen/ Nachwuchsgruppenleiterinnen
c)    Juniorprofessorinnen/ Professorinnen

Dies meint wissenschaftliche Mitarbeiterinnen, promovierende wissen- schaftliche Hilfskräfte, für die Promotion immatrikulierte Stipendiatinnen, Juniorprofessorinnen, Nachwuchsgruppenleiterinnen und (neu berufene) Professorinnen.

Das schließt auch Forscherinnen an außeruniversitären Einrichtungen ein,
mit denen die Universität Kooperationsverträge abgeschlossen hat oder Doktorandinnen an außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die an der MLU als Promovierende eingeschrieben sind.

Teilnahme

Die Teilnahme am Programm "Professionalisierung durch Coaching" erfolgt über eine Antragsstellung. Die Ausschreibung für Doktorandinnen und Postdoktorandinnen erfolgt halbjährlich nach Zielgruppen gestaffelt und wird auf diesen Seiten bekannt gegeben.

Die aktive Rolle der Coachee ist eine essentielle Voraussetzung für eine Teilnahme im Programm.

Bewerbung

Doktorandinnen/ Postdoktorandinnen

Für die Teilnahme können sich Doktorandinnen und Postdoktorandinnen entsprechend der aktuellen Ausschreibungsfristen bewerben.

Dem Antrag sind beizufügen:

  • Das ausgefüllte und unterschriebene Bewerbungsformular
    (siehe Formulare der jeweiligen Ausscheibung)
  • Ein tabellarischer Lebenslauf
    (max. 2 A4-Seiten ohne Publikationsliste)
  • Die unterschriebene Datenschutzerklärung

Das Bewerbungsformular bietet in einem Freitext die Möglichkeit, die eigene Motivation für eine Teilnahme am Coaching zu darzulegen. Das Motviations-schreiben dient der Selbstreflexion der Teilnehmerinnen und eines möglichst adäquaten Matchings mit dem/der Coach.

Mögliche, aber keineswegs ausschließliche Themen können die eigene Identität als Wissenschaftlerin, das Hineinfinden in eine Führungsrolle, die Übernahme von Personalverantwortung, die Planung des weiteren Karrierewegs oder Konflikte hinsichtlich verschiedener persönlicher und beruflicher Rollenanforderungen sein.

Die Bewerberinnen können selbst entscheiden, wie viel Einblick sie in  ihre gegenwärtige Situation und in Bezug auf den Coachingbedarf geben  möchten.

Juniorprofessorinnen/ Professorinnen

Juniorprofessorinnen und Professorinnen mit einem Coachingbedarf können sich mit einer formlosen Anfrage an die Projektkoordination werden.

Alle Angaben werden vertraulich behandelt.

Familienfreundlichkeit

Das Projekt FEM POWER hat sich der familienfreundlichen Durchführung des Programms verpflichtet. Die Vereinbarung der Coaching-Sitzungen erfolgt indviduell mit den Teilnehmerinnen unter Berücksichtgung von Zeiten der Kinderbetreuung oder der Pflege von Angehörigen sowie der je spezfischen Arbeits- und Lebenssituation der Wissenschaftlerinnen.

Zudem können  die an der Universität vorhanden Angebote (z.B. Kurz- und Randzeitenbetreuung,  Wickelplätze, Spielflächen für Kinder etc.) von den Teilnehmerinnen genutzt  werden. Informationen zu diesen Angeboten finden sich auf den Seiten des Familienbüros der MLU .

Für Teilnehmerinnen des Programms "Professionalisierung durch Coaching" wird für die Dauer der Coaching-Sitzungen eine qualifizierte Kinderbetreuung angeboten. Für die in Anspruchnahme ist eine vorherige Anmeldung des Kindes/ der Kinder erforderlich. Für Rückfragen steht die Projektkoordination gern zur Verfügung.

Qualitätssicherung

Der Erfolg des Coachings hängt davon, den oder die richtige Coach für das Beratungsanliegen zu finden. Dabei unterstützt die Projektkoordination. Die Zuammenarbeit erfolgt allein mit professionellen Coaches, die eine durch einen anerkannten Verband zertifizierte eineinhalb bis zweijährige Ausbildung abgeschlossen haben.

Alle Coaches und ihre individuellen Angebote verfügen über klar definierte Qualitätskriterien. Viele haben ihr Portfolio auf die akademische Karriere-entwicklung spezialisiert und verfügen über eine entsprechende Feldkompe- tenz im Bereich Wissenschaft. Im Hinblick auf die Zielgruppe des Formats "Professionalisierung durch Coaching" wird zudem Genderkompetenz im Beratungskontext erwartet.

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